Alkoholwahrnehmung: Wärme, nicht Wert
Der Maßstab
Eine wahrgenommene Alkoholwirkung wird an der Balance beurteilt, nicht an der Prozentzahl. Fügt sich der Alkohol in Säure, Süße und Tannin, tritt er zurück; steht er allein, wirkt er heiß.
Kriterien
- Sie zeigt sich als Wärme im Abgang und als Fülle
- Sie hängt von Säure, Süße und Tannin ab
- Sie folgt dem Messwert nicht linear
- Ein ausbalancierter Wein trägt hohen Alkohol unauffällig
Abgrenzung
Alkoholwahrnehmung ≠ Alkoholgehalt: der Messwert ist eine feste Zahl, die wahrgenommene Alkoholwirkung ihr veränderlicher Widerhall. Anders als die Balance beschreibt sie nur einen einzelnen Eindruck.