Auf dem Versuchsgut von Jean Ribéreau-Gayon.

Das Erbe der Önologen

Über Jahrzehnte gehörte diese Domaine der Familie Ribéreau-Gayon. Drei ihrer Forscher haben dem Weinbau wissenschaftliche Grundlagen gegeben — vieles davon auf den Böden, die wir heute bewirtschaften.

Ein Labor im Weinberg.

Unser heutiger Verkostungsraum war der Gärkeller, in dem hier önologisch geforscht wurde; im Gang dahinter lag das Labor. Presse, Betonbehälter und Utensilien aus dieser Zeit bewahren wir bis heute auf.

Keller & Handwerk
Das wissenschaftliche Fundament

Ulysse Gayon

Die Linie beginnt im 19. Jahrhundert mit Ulysse Gayon, einem Schüler von Louis Pasteur. Er brachte die Laborwissenschaft in den Weinbau und war an der Entwicklung der Bouillie Bordelaise beteiligt, die die Weinberge Europas vor dem Falschen Mehltau bewahrte. Gayon lebte nicht auf der Domaine, doch seine Überzeugung — dass Qualität aus mikrobiologischem Verständnis entsteht — wurde zum Fundament dessen, was seine Nachfahren hier weiterführten.

Jean Ribéreau-Gayon
Die Arbeit vor Ort

Jean Ribéreau-Gayon

1938 kaufte Jean Ribéreau-Gayon — ein Enkel Ulysse Gayons und einer der Mitbegründer der modernen Önologie — die Domaine und machte sie über Jahrzehnte zu seinem Versuchsgut. Hier entschlüsselte er die malolaktische Gärung: die Umwandlung der harten Apfelsäure in weichere Milchsäure, die vielen großen Rotweinen ihren runden Schmelz gibt. 1949 begründete er das Institut d’Œnologie der Universität Bordeaux — das Wissen, das hier entstand, ging von dort in die Welt.

Pascal Ribérau-Gayon
Die nächste Generation

Pascal Ribéreau-Gayon

Sein Sohn Pascal Ribéreau-Gayon führte die Arbeit weiter und leitete fast zwei Jahrzehnte das Institut d’Œnologie in Bordeaux. Als einer der Autoren des Traité d’Œnologie, bis heute ein Standardwerk, prägte er das Verständnis von Phenolen, Tanninen und phenolischer Reife. Zu seinen Schülern zählten Önologen wie Denis Dubourdieu und Michel Rolland.

Die Parzellen 8 bis 11.
Ein lebendes Archiv

Die Parzellen 8 bis 11.

Die Parzellen 8 bis 11 tragen das Erbe bis heute: Sie wurden 1938 und 1953 bepflanzt — dieselben alten Stöcke, mit denen Jean Ribéreau-Gayon gearbeitet hat. Wir lesen und vinifizieren sie parzellenrein, weil Reben dieses Alters eine Tiefe in den Wein bringen, die sich nicht beschleunigen lässt.

Vertiefen

Weiterlesen.

Wie die Wissenschaft dieser Familie bis heute in unseren Weinen nachwirkt — nachzulesen in unseren Texten.

„Was diese Familie erforscht hat, steckt bis heute in unseren Entscheidungen.“
Scientific Craftsmanship

Aus diesem Erbe entsteht, was heute im Glas steht.

LaSuite aux Conseillans