New Bordeaux · am Gut gelebt

Wie wir New Bordeaux leben.

Ein offener Standard für ehrlichen Bordeaux, den wir mitgeprägt haben — und den wir hier Tag für Tag zeigen, Parzelle für Parzelle, Jahrgang für Jahrgang.

Im Mittelpunkt steht das Glas, nicht das Etikett.

Wir machen Wein für den Moment, in dem jemand die Flasche öffnet. Alles, was wir tun — jede Parzelle für sich lesen, dem Wein seine Zeit lassen, ehrlich benennen, was im Glas ist — dient diesem einen Ziel: dass das Erlebnis im Glas so vollständig wie möglich wird. Ein Wein soll das Öffnen wert sein.

Diese Haltung hat einen Namen, den wir mitgeprägt haben: New Bordeaux. Was der Standard bedeutet und für wen er offen ist, steht auf new-bordeaux.com. Auf dieser Seite zeigen wir, wie wir, LaSuite aux Conseillans, ihn Tag für Tag leben — Parzelle für Parzelle, Jahrgang für Jahrgang.

Die fünf Prinzipien

Woran wir jede Entscheidung messen.

01

Ein lebendiger Ort, keine Monokultur

Ein New-Bordeaux-Wein kommt aus einer lebendigen Landschaft — Bäume, Hecken, Wasser und Reben zusammen —, und die Gesundheit des ganzen Ortes trägt bis ins Glas.

Bei uns stehen fünf Hektar Reben in einer 19 Hektar großen Domaine aus Wald, Wiese und Wasser, seit 1975 als Site Classé geschützt. Seit 2023 haben wir rund 2.000 Bäume und Hecken gepflanzt; wir arbeiten biozertifiziert und nach HVE4, auf dem Weg zu regenerativer Praxis. Unsere Bienenvölker sind der ehrlichste Gradmesser — ihr Honig zeigt, wie gesund der Ort wirklich ist. Was rund um die Reben lebt, schmeckt man später im Glas. Mehr zur Ökologie.

02

Auf Dauer gebaut, verkauft erst wenn reif

Ein New-Bordeaux-Wein ist darauf angelegt, sich mit der Zeit zu entwickeln, und kommt erst in den Verkauf, wenn er sein Trinkfenster erreicht hat. Die Jahre der Reife trägt das Gut, damit im Glas ankommt, was fertig ist.

Wir lagern jeden Wein in unserem eigenen Keller, bis er trinkreif ist, und geben ihn erst dann frei — nach Reife, nicht nach Jahrgang und nicht nach Kassenlage. Die Trinkfenster nennen wir offen, bei der Sarabande zum Beispiel 2025 bis 2036. Das Risiko dieser Jahre tragen wir, nicht Sie. Die Zeit ist bei uns kein Kostenfaktor — sie ist Teil des Weins.

03

Ein Preis für den Wein, nicht für den Namen

Ein New-Bordeaux-Wein ist danach bepreist, was es ehrlich kostet, ihn gut zu machen — nicht nach Etikett, Punkten oder Wiederverkaufswert.

Unser Flaschenpreis rechnet sich von unten. Er deckt, was ein Jahrgang wirklich kostet, bezahlt das Team fair und ermöglicht der Familie, die das Gut führt, ein normales Gehalt. Was darüber hinaus nötig ist, fließt zurück: in den Ort, mit neuen Hecken und Bäumen, wo das Ökosystem sie braucht, in die Kellertechnik und in Barrique dort, wo ein Wein es verdient, statt in möglichst billigen Stahl. Aus all dem ergibt sich der Preis — und genau das macht ihn fair. Nichts daran dient der Knappheit, einer Punktzahl oder dem Wiederverkauf.

04

Wissen vor Konvention

Ein New-Bordeaux-Wein entsteht aus Verständnis — für den Boden, die Parzelle und das Jahr — statt aus Gewohnheit oder Ruf. Und wo eine Regel den schlechteren Wein erzwingen würde, gewinnt der bessere, ehrlich deklariert.

Wir lesen und vinifizieren 16 Parzellen über vier Terroirs parzellenrein und veröffentlichen unsere Boden- und Analysewerte. Zur Pflanzengesundheit fliegen wir eigene, behördlich lizenzierte Drohnen. Die Domaine war die Wirkungsstätte von Jean Ribéreau-Gayon, einem der Mitbegründer der modernen Önologie und langjährigem Eigentümer des Guts — in dieser Tradition arbeiten wir weiter. Und wenn eine Regel dem besseren Wein im Weg steht, weichen wir bewusst ab: beim Caprice, einem reinsortigen Alvarinho, den Bordeaux nur bis fünf Prozent erlaubt und den wir ehrlich als Vin de France deklarieren. Je genauer wir den Ort verstehen, desto weniger müssen wir eingreifen.

05

Von denen gemacht, denen es gehört — und offen über alles

Ein New-Bordeaux-Wein wird von den Menschen gemacht, denen das Gut gehört und die auf ihm leben — und alles Wesentliche daran, die Arbeit, die Entscheidungen, die Zahlen, steht jedem offen, der es wissen will.

Marc und Ellen Ruhland leben auf der Domaine in Saint-Caprais-de-Bordeaux und führen sie selbst. Wir erklären Boden, Geschichte und die Menschen dahinter bis in die einzelne Parzelle und veröffentlichen Analysewerte und Trinkfenster. Und weil jede Cuvée ein Satz unserer Suite ist, machen wir die Absicht dahinter sogar hörbar — in Konzerten für junge Musiker und im Fonds aux Conseillans. Wer wissen will, wie ein Wein entstanden ist, findet die Antwort bis auf die Parzelle genau.

Sandiger Boden auf der Molasse de l'Agenais, auf dem der Alvarinho der Domaine aux Conseillans wächst
Alvarinho auf Bordeaux-Sand

Ein Alvarinho in Bordeaux.

In Bordeaux ist Alvarinho nur bis fünf Prozent erlaubt. Wir machen einen reinsortigen — formal ein Vin de France, gewachsen auf dem Sand der Molasse de l'Agenais. Verwurzelt im Ort und eigenständig dort, wo eine Regel dem besseren Wein im Weg steht.

Das ist New Bordeaux in einem Wein: Caprice.

Häufige Fragen

Vier Fragen dazu.

Was unterscheidet einen New Bordeaux von einem klassischen Bordeaux?

Weniger das Etikett als die Arbeitsweise. Wir lesen Parzelle für Parzelle, geben jeden Wein erst frei, wenn er trinkreif ist, veröffentlichen unsere Analysewerte und erklären unsere Entscheidungen. New Bordeaux wirkt dabei wie ein Kompass: Er gibt die Richtung vor, der Weg entscheidet sich in jedem Jahrgang neu. Was der Standard genau umfasst, steht auf new-bordeaux.com.

Warum machen Sie einen reinsortigen Alvarinho als Vin de France?

In Bordeaux ist Alvarinho — eine Sorte aus dem Norden Portugals — nur bis fünf Prozent zugelassen. Wir keltern einen reinsortigen und nehmen dafür in Kauf, dass er formal ein Vin de France ist. Gewachsen auf dem Sand der Molasse de l'Agenais ergibt er einen Wein, den es so in Bordeaux sonst nicht gibt: Caprice.

Wer trägt das Risiko der langen Reife?

Wir. Viele Häuser verkaufen jung und überlassen die Reifung dem Käufer. Wir gehen den umgekehrten Weg: Wir lagern jeden Wein selbst, bis er sein Trinkfenster erreicht hat, und geben ihn erst dann frei. Das kostet uns Jahre und Lagerfläche — dafür bekommen Sie bei uns keinen Wein, der noch nicht so weit ist.

Ist New Bordeaux nur für LaSuite aux Conseillans — oder für alle?

Für alle. New Bordeaux ist ein offener Standard, keine geschützte Marke — jedes Gut in Bordeaux kann ihn übernehmen. Wir haben ihn mitgeprägt und waren das erste Beispiel; besitzen tun wir ihn nicht. Was er bedeutet und für wen er offen ist, steht auf new-bordeaux.com.

Am Ende zählt, was im Glas ankommt — Parzelle für Parzelle, Jahrgang für Jahrgang.

Die Weine der Suite entdecken

Zuletzt aktualisiert: 8. September 2026