Werte & Mission · New Bordeaux

Bordeaux neu lesen, nicht neu erfinden.

Unser Kompass für die Zukunft — sieben Prinzipien, an denen wir uns ausrichten.

New Bordeaux ist kein starres Regelwerk, sondern ein Kompass.

New Bordeaux ist eine Art zu arbeiten, die jedem Gut in Bordeaux offensteht — keine geschützte Marke, sondern eine geteilte Idee. Wir haben uns dafür entschieden und richten danach jede Entscheidung aus, Parzelle für Parzelle.

Was das im Alltag heißt, lässt sich an sieben Prinzipien festmachen. Sie schreiben keinen Weg vor; sie zeigen, wohin er führen soll.

Die sieben Prinzipien

Woran wir jede Entscheidung messen.

01

Owner-on-Site

Wir leben und arbeiten direkt auf dem Weingut. Die Entscheidungen fallen dort, wo die Reben stehen.

02

Echte Biodiversität

Bäume, Hecken, Wasserflächen, Bienen und Schafe — auf einem Gelände, das seit 1975 als Site Classé geschützt ist. Was im Boden lebt, schmeckt man später im Glas. Mehr dazu.

03

Fairer Wert, faire Arbeit

Ein Preis, der die tatsächliche Arbeit eines jeden Jahrgangs deckt — und faire Löhne für die Hände, die sie leisten.

04

Kuratierte Reife

Wir verkaufen erst, wenn ein Wein sein Trinkfenster erreicht hat — und lagern ihn bis dahin selbst. Das Risiko tragen wir, nicht der Kunde.

05

Wissenschaftliches Handwerk

Wir stützen unsere Keller-Entscheidungen auf Analyse — Bodenprofile, Erntezeitpunkte, Gärverläufe. Je mehr wir verstehen, desto weniger müssen wir eingreifen.

06

Qualität vor Konvention

Wenn eine Regel dem Wein im Weg steht, weichen wir bewusst ab — wie beim reinsortigen Alvarinho.

07

Nähe & Transparenz

Wir erklären Boden, Geschichte und die Menschen dahinter — bis in die einzelne Parzelle. Und weil jede Cuvée ein Satz unserer Suite ist, machen wir auch das hörbar.

Sandiger Boden auf der Molasse de l'Agenais, auf dem der Alvarinho der Domaine aux Conseillans wächst
Alvarinho auf Bordeaux-Sand

Ein Alvarinho in Bordeaux.

In Bordeaux ist Alvarinho nur bis fünf Prozent erlaubt. Wir machen einen reinsortigen — formal ein Vin de France, gewachsen auf dem Sand der Molasse de l'Agenais. Verwurzelt im Ort, eigenständig dort, wo eine Regel dem besseren Wein im Weg steht.

Das ist New Bordeaux in einem Wein: Caprice.

Häufige Fragen

Vier Fragen dazu.

Was unterscheidet einen „New Bordeaux“ von einem klassischen Bordeaux?

Weniger das Etikett als die Arbeitsweise. Wir arbeiten Parzelle für Parzelle, geben jeden Wein erst frei, wenn er trinkreif ist, veröffentlichen unsere Analysewerte und erklären unsere Entscheidungen. New Bordeaux ist dabei kein Reglement, sondern ein Kompass: Er gibt die Richtung vor, der Weg entscheidet sich in jedem Jahrgang neu.

Warum machen Sie einen reinsortigen Alvarinho als Vin de France?

In Bordeaux ist Alvarinho — eine Sorte aus dem Norden Portugals — nur bis fünf Prozent zugelassen. Wir keltern einen reinsortigen und nehmen dafür in Kauf, dass er formal ein Vin de France ist. Gewachsen auf dem Sand der Molasse de l'Agenais ergibt er einen Wein, den es so in Bordeaux sonst nicht gibt: Caprice.

Wer trägt das Risiko der langen Reife?

Wir. Viele Häuser verkaufen jung und überlassen die Reifung dem Käufer. Wir gehen den umgekehrten Weg: Wir lagern jeden Wein selbst, bis er sein Trinkfenster erreicht hat, und geben ihn erst dann frei. Das kostet uns Jahre und Lagerfläche — dafür bekommt man bei uns keinen Wein, der noch nicht so weit ist.

Ist New Bordeaux nur für LaSuite — oder für alle?

Für alle. New Bordeaux ist eine offene Haltung, keine geschützte Marke: Jedes Gut in Bordeaux kann sie für sich übernehmen, und hinter der Idee steht eine gemeinsame Initiative. Wir beanspruchen das Konzept nicht — wir beschreiben hier nur, wie wir es Tag für Tag leben.

Worauf es ankommt, sind die Details, die Art und das Ziel: Bordeaux genauer lesen, Jahr für Jahr.

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Zuletzt aktualisiert: 9. June 2026