Blindverkostung: Urteil ohne Etikett
Der Maßstab
Die verdeckte Verkostung entfernt jede Information, die das Urteil lenken könnte, bevor das Glas beurteilt wird. Was übrig bleibt, ist die Wahrnehmung selbst.
Kriterien
- Herkunft, Erzeuger und Preis sind vor dem Urteil verdeckt
- Die Reihenfolge der Weine ist gegen die Erwartung gemischt
- Das Urteil fällt vor der Auflösung, nicht danach
- Das Ergebnis wird festgehalten, bevor der Name bekannt ist
Abgrenzung
Blindverkostung ≠ offene Verkostung: dort begleitet der Name das Glas und formt die Erwartung. Die verdeckte Verkostung misst den Wein, die offene bestätigt oft nur den Ruf.