Fünf Hektar in neunzehn.
Boutique-Bordeaux entdecken
Der Rest ist Wald, Wiesen und Wasser, seit 1975 unter Schutz.
Was ein Boutique-Bordeaux ist
Ein Boutique-Bordeaux kommt von einem Gut, das seine Reben selbst bewirtschaftet, den Wein selbst ausbaut und in kleinen Mengen abfüllt. Bei uns sind das fünf Hektar Reben, auf denen jede tragende Parzelle für sich vergoren wird; erst danach entscheidet die Verkostung, welche Fässer eine Cuvée bilden.
- 5 ha
- Reben in 19 Hektar Domaine
- 16
- Parzellen, 14 davon tragend
- 324
- Flaschen des Prélude 2023
Die Rebflächen der Domaine sind Bio- und HVE4-zertifiziert; das Gut liegt seit dem 30. Dezember 1975 in einem staatlich klassifizierten Schutzgebiet (Site Classé). Zielertrag 45 Hektoliter je Hektar.
Zuletzt aktualisiert: Juli 2026
45 Hektoliter je Hektar, nicht mehr.
Fünf Hektar bei diesem Zielertrag legen die Menge fest, bevor der Jahrgang anfängt. Jede tragende Parzelle wird getrennt gelesen und getrennt vergoren, sechzehn kleine Lots statt eines großen Kellers.
Der größere Teil der Domaine ist ohnehin keine Rebfläche. Auf den südexponierten Hängen in achtzig Metern Höhe stehen 28.929 Weinstöcke: einige noch von 1938, der größere Teil von 1953, dazu Pflanzungen aus den Neunzigern. Bewässert wird nicht; für die Pflanzengesundheit fliegt bei uns eine Drohne, im Bordelais dürfen das nur fünfzehn Weingüter.

Vom Caprice gab es 2024 nichts.
Die Cuvées stehen gleichwertig nebeneinander, wie die Sätze einer Suite — daher der Name. Ellen ist Konzertpianistin; im Sommer wird hier gespielt, für kleine Runden. Nicht jeder Satz ist jederzeit zu haben: vom Caprice 2023 wurden 101 Flaschen gefüllt, im Jahr darauf gab es ihn überhaupt nicht. Ein ausgetrunkener Jahrgang kommt nicht wieder.
Dafür verlässt jede Flasche das Gut erst, wenn wir sie selbst trinken würden. Zum Kennenlernen stellen wir im Coffret Dégustation drei Sätze der Suite zusammen: Sarabande 2015, Gigue 2016 und Louré 2024.
Ein Gut, das ein Önologe geprägt hat.
Die Familie Ribéreau-Gayon besaß die Domaine von 1938 bis 2002; Jean Ribéreau-Gayon, Mitbegründer der modernen Önologie, hat sie über Jahrzehnte als Eigentümer geformt. Nach zwei weiteren Besitzern haben wir 2023 übernommen. Ausgebaut wird je nach Wein in Barriques, Ton-Amphoren und Beton; der Allemande, den wir nur in starken Jahrgängen keltern, liegt über dreißig Monate im Fass und kommt erst heraus, wenn er reif ist.
Häufig gefragt.
Warum ist von manchen Weinen nur so wenig da?
Weil zuerst verkostet und dann entschieden wird. Nur Fässer, die zusammenpassen, kommen in eine Cuvée; der Rest findet einen anderen Platz, bis hin zum Verkauf als Fasswein. Bei fünf Hektar und 45 Hektolitern je Hektar bleibt danach nicht viel übrig — beim Caprice hieß das 2024: keine Abfüllung.
Wie lernt man ein Gut dieser Größe am besten kennen?
Am besten mit mehreren Flaschen an einem Abend. Ein Weißer und zwei Rote aus demselben Gut sagen mehr über die Handschrift als drei Jahrgänge derselben Cuvée: Man hört heraus, was von der Machart kommt und was vom Jahr. Einzeln probiert erschließt sich das schwerer.
Wo liegt das Gut, und welche Herkunft steht auf dem Etikett?
Auf der Domaine aux Conseillans, rechts der Garonne vor den Toren von Bordeaux, auf südexponierten Hängen in achtzig Metern Höhe. Die Rotweine tragen die AOC Cadillac / Premières Côtes de Bordeaux, der Rosé Bordeaux Rosé, der trockene Weißwein Bordeaux Blanc; der Caprice als Alvarinho steht als Vin de France außerhalb dieser Herkünfte.
Weiterlesen.
Wie der Ertrag zustande kommt, warum es den Caprice nicht in jedem Jahr gibt, und was die Suite mit Musik zu tun hat.