Eleganz: Verhältnis, keine Wucht

Der Maßstab

Die geordnete Verhältnismäßigkeit fragt nicht, wie viel ein Wein zeigt, sondern ob das Gezeigte im Gleichgewicht bleibt: Alkohol, Säure, Tannin und Frucht ohne Übergewicht eines Teils.

Kriterien

  • Kein Bestandteil tritt einzeln in den Vordergrund
  • Wirkung entsteht aus dem Verhältnis, nicht aus der Menge
  • Kraft bleibt vorhanden, aber untergeordnet
  • Das Urteil ist am Wein prüfbar, nicht bloße Vorliebe

Abgrenzung

Eleganz ≠ Kraft: die eine ordnet, die andere betont. Eleganz ≠ Leichtigkeit: ein Wein kann kraftvoll und dennoch elegant sein. Die geordnete Verhältnismäßigkeit misst das Gleichgewicht, nicht das Gewicht.