Entscheidungsqualität: Prozess, nicht Zufallstreffer

Der Maßstab

Eine prozessgebundene Bewertung stützt sich nur auf das, was zum Entscheidungszeitpunkt bekannt war. Wird stattdessen der Ausgang herangezogen, bewertet die prozessgebundene Bewertung nicht die Entscheidung, sondern den Zufall.

Kriterien

  • Die Bewertung bezieht sich auf den Entscheidungszeitpunkt, nicht auf das Ergebnis
  • Sie benennt, welche Information zu diesem Zeitpunkt verfügbar war
  • Sie bleibt von später gewonnenem Wissen unberührt
  • Ein gutes Ergebnis bei schlechter Grundlage gilt nicht als hohe Qualität

Abgrenzung

Entscheidungsqualität ≠ Entscheidungsfehler: der Fehler stellt das Fehlen einer angewandten Prüfung fest, die prozessgebundene Bewertung misst deren Güte. Entscheidungsqualität ≠ Ergebnis: ein Zufallstreffer bleibt einer, auch wenn er sich gut anfühlt.