Fehlertoleranz: eine Grenze, keine Eigenschaft

Der Maßstab

Eine erklärte Fehlergrenze benennt, ab welcher Ausprägung eine Abweichung als Fehler zählt und woraus dieser Schwellenwert stammt. Ohne sie verschiebt sich das Urteil mit dem Verkoster.

Kriterien

  • Die Grenze ist vorab benannt, nicht nachträglich an den Wein angepasst
  • Sie unterscheidet zwischen unbeabsichtigter Abweichung und stilistischer Absicht
  • Sie nennt die Bezugsgröße, an der gemessen wird
  • Sie gilt gleich für alle beurteilten Weine

Abgrenzung

Fehlertoleranz ≠ Fehler vs. Stil: das eine ist die Grenze, das andere die Zuordnung an dieser Grenze. Fehlertoleranz ≠ Geschmackssache: die erklärte Fehlergrenze bleibt begründbar, während Vorliebe nur behauptet wird.