Geschmackslänge: Dauer, nicht Stärke

Der Maßstab

Die gemessene Geschmackslänge zählt die Zeit, in der ein klarer Eindruck anhält, vom Schlucken bis zu seinem Verschwinden. Maßgeblich ist der zusammenhängende Nachhall, nicht ein einzelner nachklingender Ton.

Kriterien

  • Die Messung beginnt mit dem Schlucken oder Ausspucken
  • Gezählt wird ein zusammenhängender, klarer Eindruck
  • Ein einzelner Restton zählt nicht als fortdauernde Länge
  • Die Dauer ist unabhängig von der Intensität des Eindrucks

Abgrenzung

Geschmackslänge ≠ Intensität: die eine misst, wie lange ein Eindruck bleibt, die andere, wie stark er ist. Geschmackslänge ≠ Abgang: der Abgang ist der Gesamteindruck nach dem Schlucken, die Länge nur seine zeitliche Ausdehnung. Die gemessene Geschmackslänge trennt so Dauer von Wucht.