Klone vs. Massale Selektion
Definition
Klone und massale Selektion bezeichnen zwei unterschiedliche Verfahren der vegetativen Vermehrung von Reben. Während Klone genetisch identische Nachkommen einer einzelnen Mutterpflanze erzeugen, basiert die massale Selektion auf der Vermehrung von Hölzern mehrerer individueller Stöcke eines bestehenden Weinbergs.
Diversitätsmodell
Die klonale Selektion zielt auf Homogenität, Ertragssicherheit und phytosanitäre Kontrolle. Sie ermöglicht gleichmäßige Anlagen und reduzierte Risiken durch bekannte Eigenschaften, führt jedoch zu einer genetischen Verengung innerhalb der Rebanlage.
Die massale Selektion erhält eine größere genetische Bandbreite innerhalb derselben Rebsorte. Durch langfristige Anpassung einzelner Stöcke an Standort und Umweltbedingungen kann sie epigenetische Differenzierung bewahren. Gleichzeitig erhöht sich das phytosanitäre Risiko durch die geringere Kontrolle des Ausgangsmaterials.
Abgrenzung
- Klon (standardisiert) ≠ massale Selektion (individuell)
- Züchtung (Neuentwicklung) ≠ Selektion (Erhalt bestehender Genetik)