Kolloidale Stabilität: Dauer, kein Augenblick

Der Maßstab

Eine belegte Kolloidstabilität weist nach, dass der Wein die Bedingungen von Temperatur, Zeit und Erschütterung ohne Trübung übersteht. Sie stützt sich auf Stabilitätstests, nicht auf den Augenschein der Klarheit.

Kriterien

  • Die beteiligten Kolloidarten sind bekannt
  • Die Prüfung deckt Wärme, Kälte und Zeit ab
  • Die Klarheit ist auf Dauer geprüft, nicht nur bei der Füllung
  • Eingriffe sind von der natürlichen Stabilität unterschieden

Abgrenzung

Kolloidale Stabilität ≠ momentane Klarheit: ein Wein kann klar aussehen und dennoch später ausflocken. Kolloidale Stabilität ≠ Filtration: Filtration entfernt Teilchen, sie belegt nicht, dass keine neuen entstehen. Eine belegte Kolloidstabilität misst die Dauerhaftigkeit, nicht den Augenblick.