Qualität im Wein: Aussage, nicht Geschmack

Der Maßstab

Eine begründete Qualitätsaussage nennt den Maßstab, an dem sie misst, und macht ihn überprüfbar. Sie trennt, ob ein Wein einem Anspruch genügt oder nur gefällt.

Kriterien

  • Der Maßstab ist benannt, nicht vorausgesetzt
  • Die Aussage ist auf ihn zurückführbar, nicht auf persönlichen Geschmack
  • Sie trennt Fehlerfreiheit von stilistischer Absicht
  • Sie bleibt für einen Dritten nachprüfbar

Abgrenzung

Qualität ≠ Präferenz: eine begründete Qualitätsaussage misst an einem Maßstab, eine Präferenz nennt nur das Gefallen. Qualität ≠ Marktpreis: der Preis folgt der Knappheit, nicht dem erfüllten Maßstab.