Tagliatelle al ragù bolognese, langsam geschmort

Das echte Bologneser Ragù braucht Zeit: Rind und Schwein, mit Milch und Wein über Stunden sanft geschmort, bis es seidig und tief wird. Über frische Tagliatelle gelegt, locker geschwenkt und mit Parmesan vollendet — ein Teller, der nach langem Köcheln duftet.

Rind & Wild Kategorie
30 MIN Vorbereitung
240 MIN Kochzeit
4 Personen Portionen
Tagliatelle al ragù bolognese, langsam geschmort

Zubereitung

Soffritto

Olivenöl und die Hälfte der Butter erhitzen und die Pancetta auslassen. Zwiebel, Karotte und Sellerie zugeben und bei milder Hitze 10 Minuten weich und glasig schwitzen, ohne sie zu bräunen.

Fleisch anrösten

Rinder- und Schweinehack zugeben und bei kräftiger Hitze krümelig anbraten, bis alle Flüssigkeit verdampft ist und das Fleisch leicht Farbe nimmt. Das Tomatenmark einrühren und kurz mitrösten.

Mit Milch und Wein ablöschen

Die Milch angießen und sanft einköcheln, bis sie fast vollständig aufgenommen ist — sie macht das Ragù seidig und mild. Dann den Rotwein zugeben und vollständig verkochen lassen. Passierte Tomaten und Rinderfond zugeben und mit Salz, Pfeffer und einer Prise Muskat würzen.

Langsam schmoren

Das Ragù bei niedrigster Hitze, nur leicht blubbernd, 3,5 bis 4 Stunden schmoren. Gelegentlich umrühren und bei Bedarf etwas Fond oder Wasser nachgießen. Fertig ist es, wenn es dunkel, dicht und seidig glänzt.

Tagliatelle & vollenden

Die Tagliatelle in reichlich Salzwasser al dente garen, abgießen und mit etwas Nudelwasser unter das Ragù schwenken. Mit der restlichen Butter und dem Parmesan binden und sofort servieren.


Warum dieser Wein?

Die Sarabande spiegelt die Tiefe des langgeschmorten Ragùs: ihre reife Struktur und die ruhigen Tannine greifen Fleisch und Röstaromen auf, während ihre dunkle Frucht die Süße von Milch und Tomate ausbalanciert.
Gut zu wissen

Tipps & Wissenswertes

  • Das Hackfleisch in Portionen kräftig anbraten, bis es Farbe nimmt; zu viel auf einmal lässt es nur ziehen statt bräunen.
  • Die Milch vor dem Wein zugeben und einkochen lassen, sie macht das Ragù zart und rund.
  • Das Ragù mindestens zwei Stunden bei kleiner Hitze leise schmoren, so wird es tief und samtig.
  • Die Tagliatelle sehr bissfest kochen und im Ragù mit etwas Nudelwasser fertig schwenken.
  • Frische Bandnudeln passen besser als schmale Formen, weil das Ragù an der breiten Fläche haftet.

Häufige Fragen

Welcher Wein passt zu Tagliatelle al ragù bolognese?

Die Sarabande spiegelt die Tiefe des langgeschmorten Ragùs: ihre reife Struktur und die ruhigen Tannine greifen Fleisch und Röstaromen auf, während die dunkle Frucht die Süße von Milch und Tomate ausbalanciert. Heller und lebendiger antwortet die Gigue, deren frische Frucht das kräftige Ragù in Bewegung hält.

Warum kommt Milch in das Ragù?

Die Milch wird früh zugegeben und einreduziert. Sie mildert die Säure der Tomate, macht das Fleisch zart und gibt dem Ragù seine typische Rundung. Dieser Schritt gehört zur klassischen Bologneser Art und sollte vor dem Wein und den Tomaten erfolgen.

Wie lange sollte das Ragù schmoren?

Mindestens zwei Stunden bei sehr milder Hitze, besser noch länger. Das Bindegewebe löst sich, die Aromen verbinden sich und die Sauce wird samtig. Rühren Sie gelegentlich um und gießen Sie bei Bedarf etwas Fond nach, damit nichts ansetzt und das Ragù saftig bleibt.

Warum Tagliatelle und nicht Spaghetti?

In Bologna wird das Ragù traditionell mit frischen Tagliatelle gegessen. Die breite, leicht raue Bandnudel nimmt die Sauce besser auf als runde Spaghetti, an denen sie abgleitet. So verbinden sich Nudel und Ragù zu einem Bissen, wie es die emilianische Küche vorsieht.