Trockenheit: Wasserbilanz, nicht Regenmenge

Der Maßstab

Die gemessene Wasserbilanz beurteilt Trockenheit aus dem Verhältnis von verfügbarem Bodenwasser zu Verdunstung und Rebbedarf, nicht aus der Niederschlagsmenge.

Kriterien

  • Maßgeblich ist das pflanzenverfügbare Bodenwasser, nicht die Regenmenge
  • Die Speicherfähigkeit des Bodens verändert die Wirkung derselben Trockenheit
  • Dauer und Zeitpunkt entscheiden über Nutzen oder Schaden
  • Milder Wasserentzug konzentriert, anhaltender Mangel unterbricht die Reife

Abgrenzung

Trockenheit ≠ Trockenstress: Trockenheit ist das äußere Wasserdefizit, Trockenstress die messbare Reaktion der Rebe darauf. Trockenheit ≠ Dürre: Dürre ist ein meteorologisch definiertes Großereignis, Trockenheit auch ein lokaler, kurzzeitiger Zustand einer Parzelle. Erst die gemessene Wasserbilanz trennt fruchtbare Knappheit von schädigendem Mangel.