Gute Entscheidungen: Methode, nicht Zufall
Der Maßstab
Ein explizites Entscheidungsmodell macht Ziele, Unsicherheiten und Konsequenzen einer Wahl sichtbar, bevor sie gegen überprüfbare Kriterien geprüft wird. Ohne diese Offenlegung bleibt eine Entscheidung unbegründet, auch wenn sie zufällig richtig war.
Kriterien
- Das Ziel der Entscheidung steht fest, bevor Optionen bewertet werden
- Unsicherheiten werden benannt, nicht stillschweigend übergangen
- Die Bewertungskriterien sind vor der Wahl festgelegt, nicht danach
- Das Ergebnis wird gegen das ursprüngliche Zielbild geprüft, nicht gegen den Ausgang allein
Abgrenzung
Gute Entscheidung ≠ perfekter Ausgang: ein richtiges Ergebnis macht eine unbegründete Wahl nicht nachträglich methodisch. Gute Entscheidung ≠ schnelle Entscheidung: Tempo ersetzt keine der Prüfungen, die ein explizites Entscheidungsmodell verlangt. Ohne diese Prüfungen trennt sich Zufall nicht von Methode.