Aromakomplexität: Vielfalt, nicht Stärke
Der Maßstab
Die Zahl unterscheidbarer Aromanoten erfasst, wie viele eigenständige Düfte wahrnehmbar sind, unabhängig davon, wie kräftig oder wie klar getrennt sie erscheinen.
Kriterien
- Gezählt werden eigenständige Noten, nicht die Kräftigkeit des Dufts
- Vielfalt gilt nicht als höherwertig, sondern als eine eigene Eigenschaft
- Mit der Flaschenreife tritt tertiäre Vielfalt zur jugendlichen Frucht
Abgrenzung
Aromakomplexität ≠ Aromapräzision: die Zahl unterscheidbarer Aromanoten beschreibt die Vielfalt, die Aromapräzision die Trennschärfe der einzelnen Note. Aromakomplexität ≠ Aromaintensität: die eine zählt die Noten, die andere misst ihre Stärke.