Eingriffstiefe: wie tief, nicht wie oft
Der Maßstab
Eine ausgewiesene Eingriffstiefe ordnet jeden Eingriff danach ein, ob er den Wein begleitet, stabilisiert oder seine Zusammensetzung verändert, und zeigt so, wie weit die Hand des Kellers reicht.
Kriterien
- Jeder Eingriff ist einer Tiefe zugeordnet: begleitend, stabilisierend oder verändernd
- Physische Führung wie Temperatur oder Abstich ist von stofflicher Veränderung getrennt
- Die Angabe benennt den Eingriff, nicht allein sein Ergebnis
- Sie bewertet die Tiefe, nicht die Häufigkeit
Abgrenzung
Eingriffstiefe ≠ Eingriffsdichte: die Dichte zählt, wie oft eingegriffen wird, die ausgewiesene Eingriffstiefe misst, wie tief ein einzelner Eingriff reicht. Eingriffstiefe ≠ Low Intervention: Low Intervention ist eine Haltung, die Eingriffstiefe ein Maß.