Low Intervention: Schwelle, nicht Haltung

Der Maßstab

Eine begründete Eingriffsschwelle legt vor der Ernte fest, welcher Eingriff unter welcher Bedingung zulässig ist. Ohne diese Festlegung ist Zurückhaltung nachträglich nicht von Zufall zu unterscheiden.

Kriterien

  • Jeder Eingriff ist vorab an eine Bedingung geknüpft
  • Der Verzicht bleibt widerrufbar, wenn ein Wein Schaden nimmt
  • Die Schwelle gilt für den ganzen Keller, nicht je Lot neu
  • Sie wird schriftlich geführt, nicht erinnert

Abgrenzung

Low Intervention ≠ Weinqualität: die Zahl der Eingriffe sagt nichts über den Wein im Glas. Die begründete Eingriffsschwelle bewertet Begründungen, nicht Enthaltsamkeit. Wo sie fehlt, wird ein Verzicht wie der auf Filtration zur Behauptung.