Entscheidungsbias: Muster, nicht Einzelfall
Der Maßstab
Ein wiederkehrendes Deutungsmuster wird benannt und gegen den Einzelfall geprüft, bevor es eine Entscheidung mitbestimmt. Unbenannt wirkt es unabhängig davon, ob der Fall es rechtfertigt.
Kriterien
- Das Muster zeigt sich über mehrere Entscheidungen
- Es wirkt in eine erkennbare Richtung
- Es besteht unabhängig vom Einzelfall
- Es wird benannt, bevor es die nächste Wahl mitbestimmt
Abgrenzung
Entscheidungsbias ≠ Entscheidungsfehler: der Fehler betrifft eine einzelne Wahl, ein wiederkehrendes Deutungsmuster mehrere Wahlen in derselben Richtung. Entscheidungsbias ≠ gute Entscheidung: sie macht Kriterien vor der Wahl sichtbar, wo diese Sichtbarkeit fehlt, wirkt das Muster ungehindert.