Filtration im Wein
Der Maßstab
Die abgestufte Filtrationsschärfe wählt die Porenweite nach dem mikrobiellen Risiko des Weins, nicht nach einem Klarheitsideal. Maßgeblich sind Restzucker, freier Schwefel und pH-Wert.
Kriterien
- Die Porenweite folgt dem gemessenen Risiko, nicht dem Aussehen des Weins
- Jede Trübung ist vorher als mikrobiell oder kolloidal bestimmt
- Der Filterschritt schließt eine Klärung ab, statt sie zu ersetzen
- Unfiltrierte Abfüllung ist eine Risikoentscheidung, kein Qualitätsmerkmal
Abgrenzung
Filtration ≠ Klärung: die Klärung lässt Schwebstoffe absetzen, die Filtration trennt sie mechanisch ab. Blanker Wein ≠ stabiler Wein: eine Flasche kann klar erscheinen und gärfähige Hefe enthalten, während eine Trübung rein kolloidal bleibt. Die abgestufte Filtrationsschärfe unterscheidet deshalb zwischen Optik und Haltbarkeit.