Hoher Alkohol und Reife: Zucker, nicht Zustand
Der Maßstab
Eine getrennt ausgewiesene Alkoholangabe steht neben, nicht anstelle der phenolischen Reife. Fehlt die getrennt ausgewiesene Alkoholangabe, gilt ein hoher Alkoholgehalt fälschlich als Beleg für einen weit entwickelten Wein.
Kriterien
- Der Alkoholwert wird aus dem Zuckergehalt zur Lese hergeleitet
- Er wird getrennt von der phenolischen Reife ausgewiesen
- Ein hoher Wert wird nicht mit voller Reife gleichgesetzt
- Ein Auseinanderfallen beider Größen wird benannt, nicht ausgeglichen
Abgrenzung
Hoher Alkohol ≠ phenolische Reife: der Alkoholwert misst die Zuckerkonzentration bei der Lese, die phenolische Reife den Zustand der Tannine. Hoher Alkohol ≠ Klimawandel und Reife: dieser beschreibt mehrere Reifeachsen über Jahrgänge, der Alkoholwert eine einzelne Kennzahl.