Parzellierung: Wann sie Sinn ergibt – und wann nicht
Der Maßstab
Ein belegter Parzellenunterschied ist ein Unterschied, der über mehrere Jahrgänge in dieselbe Richtung weist und in der Verkostung wiederkehrt.
Kriterien
- Der Unterschied wiederholt sich über Jahrgänge hinweg, statt einmalig aufzutreten
- Er ist im Glas erkennbar, nicht nur in der Bodenkarte begründet
- Die getrennte Führung reicht durchgehend von der Lese bis in das Gebinde
- Die Trennung bleibt aufhebbar, wenn der Unterschied ausbleibt
Abgrenzung
Parzellierung ≠ Mikroklima: ein abweichendes Kleinklima erklärt einen Unterschied, es belegt ihn nicht. Parzellierung ≠ Terroir: Terroir ist das Zusammenwirken der Faktoren, Parzellierung die Entscheidung, es getrennt zu führen. Fehlt ein belegter Parzellenunterschied, bleibt die Trennung eine Verwaltungsgrenze.