pH-Wert: Stärke, nicht Menge
Der Maßstab
Eine gemessene Säurestärke nennt ihre Grundlage: Der pH-Wert wird bei einer Bezugstemperatur elektrochemisch bestimmt, nicht aus der Säuremenge errechnet.
Kriterien
- Der Wert benennt die Bezugstemperatur der Messung
- Er stammt aus elektrochemischer Messung, nicht aus Berechnung
- Er beschreibt die Stärke der Säure, nicht ihre titrierbare Menge
- Er wird getrennt von der Gesamtsäure angegeben
Abgrenzung
pH-Wert ≠ Gesamtsäure: Die Gesamtsäure beziffert die Menge titrierbarer Säuren, der pH-Wert ihre wirksame Stärke. Ein Wein kann viel Säure enthalten und dennoch einen hohen pH-Wert zeigen, wenn sie schwach dissoziiert. Erst beide zusammen, nicht die gemessene Säurestärke allein, beschreiben das Säurebild.