Reduktion im Wein: Ausbauzustand, kein Automatikfehler
Der Maßstab
Eine kontrollierte Reduktion hält den Sauerstoffzutritt so gering, dass die entstehenden Schwefelverbindungen im gewünschten Bereich bleiben, statt in unangenehme Noten zu kippen.
Kriterien
- Der Sauerstoffzutritt wird gezielt begrenzt, nicht zufällig unterbunden
- Die entstehenden Schwefelverbindungen bleiben im gewünschten Bereich, nicht im fehlerhaften
- Der Zustand ist über Verschluss und Lagerung steuerbar
- Eine Rückkehr zur Ausgewogenheit bleibt durch Belüftung möglich
Abgrenzung
Reduktion im Wein ≠ Reduktionsneigung: die Neigung ist vor der Gärung angelegt, die Reduktion selbst entsteht erst im fertigen Wein. Eine kontrollierte Reduktion ≠ ein Weinfehler: erst wenn die Schwefelverbindungen geruchlich dominant werden, kippt der Zustand in den Fehlerbereich.