Referenzpreise: Einordnung, kein Wert im Glas
Der Maßstab
Die vergleichsgestützte Preisbildung leitet einen Preis aus benannten Bezugsgrößen ab und macht diese offen: welche Weine, welcher Zeitraum, welches Segment. Ohne benannte Bezugsgröße ist ein Referenzpreis eine Zahl ohne Herkunft.
Kriterien
- Die Bezugsgröße ist benannt: vergleichbarer Wein, Jahrgang oder Segment
- Der Vergleich nennt seinen Zeitraum, weil Preise sich verschieben
- Er trennt den Marktpreis von der sensorischen Bewertung
- Er bleibt korrigierbar, wenn sich die Vergleichsgrundlage ändert
Abgrenzung
Referenzpreise ≠ Sammlerwert: der Sammlerwert misst Knappheit und Nachfrage, der Referenzpreis den Ort im Vergleich. Referenzpreise ≠ Marktlogik gegen Reifephysik: jene beschreibt einen Zielkonflikt, dieser einen Vergleichsmaßstab. Die vergleichsgestützte Preisbildung ordnet ein.