Retronasale Wahrnehmung: Geruch, kein Geschmack
Der Maßstab
Die sinnesgetrennte Beschreibung ordnet jeden Eindruck seinem Sinnesorgan zu: Süße, Säure, Salz, Bitterkeit und Umami der Zunge, alles Übrige dem Geruch. Was als Aroma gilt, entsteht retronasal.
Kriterien
- Geschmack im engen Sinn bleibt auf die fünf Qualitäten der Zunge beschränkt
- Aromatische Eindrücke werden dem retronasalen Geruch zugeordnet, nicht dem Mund
- Empfindung und Geruch werden getrennt benannt, auch wenn sie gemeinsam auftreten
- Der Abgang gilt als retronasales Nachklingen, nicht als Geschmack
Abgrenzung
Retronasale Wahrnehmung ≠ Geschmack: der Geschmack entsteht auf der Zunge, die retronasale Wahrnehmung in der Nase über den Rachen. Retronasale Wahrnehmung ≠ Aromatik: jene ist der Weg, diese das Ergebnis. Die sinnesgetrennte Beschreibung hält beide auseinander.