Bœuf Bordelais – langsam geschmort mit Gigue

Eine bordelaiser Interpretation des klassischen Bœuf Bourguignon: Rinderschulter oder -wade, sechs Stunden sanft geschmort in Gigue, mit Lauch, Sellerie und Steinpilzen. Tief, strukturiert und ruhig – ein Gericht, das Zeit sichtbar macht.

Rind & Wild Kategorie
45 MIN Vorbereitung
360 MIN Kochzeit
4 Portionen
Bœuf Bordelais – langsam geschmort mit Gigue

Zubereitung

Fleisch anbraten

Rindfleisch in große Stücke schneiden. In einem schweren Schmortopf portionsweise in etwas Fett kräftig anbraten, bis sich eine stabile Bräune gebildet hat. Fleisch herausnehmen und beiseitestellen.

Gemüse anschwitzen & mehlieren

Schalotten, Lauch, Sellerie und Karotten grob schneiden und im selben Topf langsam anschwitzen. Knoblauch kurz mitlaufen lassen, Tomatenmark zugeben und kurz mitrösten.

Das Mehl sehr sparsam einstreuen und gut unterrühren – nicht zur Bindung, sondern zur Stabilisierung der Sauce.

Mit Wein ablöschen & reduzieren

Mit Gigue ablöschen und die Flüssigkeit auf etwa ein Drittel reduzieren, bis der Alkohol weich geworden ist und die Aromen Tiefe entwickelt haben.

Schmoren

Fleisch zurück in den Topf geben. Mit Rinderfond aufgießen, sodass das Fleisch knapp bedeckt ist. Steinpilze, Thymian, Rosmarin, Lorbeer sowie Cranberrysaft zugeben.

Zugedeckt bei sehr niedriger Temperatur ca. 6 Stunden schmoren – die Sauce darf nur sanft ziehen, nicht kochen.

Garnitur vorbereiten

Champignons halbieren oder vierteln und in Butter kräftig anbraten. Perlzwiebeln separat sanft karamellisieren. Beides beiseitestellen.

Finale & Abschmecken

30–40 Minuten vor dem Servieren Champignons und Perlzwiebeln zur Sauce geben und nur noch ziehen lassen.

Mit Salz und sehr zurückhaltend Pfeffer abschmecken.

Falls die Tannine noch präsent sind, mit 1–2 TL Bio-Honig vorsichtig abrunden.


Warum dieser Wein?

Zu Gigue:

Die dunkle Frucht, die feine Struktur und die präsenten, aber reifen Tannine von Gigue tragen die lange Schmorzeit mühelos. Wein und Gericht verschmelzen zu einer ruhigen, tiefen Einheit mit langem Nachhall.

Zu Sarabande:

Sarabande setzt einen kraftvolleren Akzent: mehr Dichte, mehr Spannung, mehr Zug am Gaumen. Ideal, wenn das Gericht etwas kräftiger abgeschmeckt wurde und eine zusätzliche Dimension erhalten soll.