Bœuf Bordelais – langsam geschmort mit Gigue
Zubereitung
Warum dieser Wein?
Gut zu wissen
Tipps & Wissenswertes
- Das Fleisch vor dem Schmoren rundum kräftig anbraten, die Röststoffe bilden das Fundament der Sauce.
- Den Gigue nach dem Ablöschen zuerst stark reduzieren, damit Alkohol und rohe Säure verschwinden, bevor Fond und Fleisch dazukommen.
- Bei sehr niedriger Hitze lange schmoren, bis das Fleisch auf Gabeldruck nachgibt, aber noch die Form hält.
- Die getrockneten Steinpilze einweichen und das gefilterte Einweichwasser mitverwenden, es trägt viel Aroma.
- Das Gericht gewinnt, wenn Sie es einen Tag vorher zubereiten und im Sud durchziehen lassen.
Häufige Fragen
Welcher Wein passt zu Bœuf Bordelais?
Der Gigue. Seine dunkle Frucht, feine Struktur und reifen Tannine tragen die lange Schmorzeit mühelos, sodass Wein und Gericht zu einer ruhigen, tiefen Einheit verschmelzen. Zudem steckt er als Reduktion bereits in der Sauce. Die Sarabande setzt einen kraftvolleren, dichteren Akzent.
Welches Fleisch eignet sich zum Schmoren?
Durchwachsene Stücke mit Bindegewebe wie Rinderschulter oder Wade sind ideal, denn sie werden beim langen Schmoren zart und geben der Sauce Körper. Magere Stücke trocknen dagegen aus. Schneiden Sie das Fleisch in gleichmäßig große Stücke, damit es einheitlich gart.
Warum keinen Kochwein für die Sauce verwenden?
Die Sauce reduziert stark und konzentriert sich, dabei verstärken sich alle Aromen des Weins. Kochwein bringt oft flache oder unreine Töne mit, die dann hervortreten. Verwenden Sie idealerweise denselben Gigue, den Sie später trinken, so bleibt die Sauce klar und tief.
Kann ich das Gericht vorbereiten?
Ja, es gewinnt sogar deutlich. Schmoren Sie es einen Tag vorher und lassen Sie es im Sud abkühlen; über Nacht verbinden sich die Aromen. Vor dem Servieren behutsam erwärmen und die Sauce bei Bedarf noch einmal einkochen, bis sie glänzt und sämig bindet.