Sauerstoffaffinität: Eigenschaft des Weins

Der Maßstab

Die gemessene Sauerstoffzehrung drückt diese Neigung als Verbrauch unter festgelegten Bedingungen aus: wie viel Sauerstoff ein Wein in welcher Zeit aufnimmt. Ohne Messung bleibt die Affinität eine Vermutung.

Kriterien

  • Die Neigung folgt aus dem Gehalt an oxidierbaren Stoffen, nicht aus dem Alter
  • Sie wird als Verbrauch je Zeit gemessen, nicht geschätzt
  • Sie ändert sich mit jeder Schwefelgabe und jedem Phenolabbau
  • Sie ist eine Eigenschaft des Weins, keine der Umgebung

Abgrenzung

Sauerstoffaffinität ≠ Sauerstoffeintrag: die Affinität ist die Fähigkeit zu zehren, der Eintrag die zugeführte Menge. Sauerstoffaffinität ≠ Oxidationsanfälligkeit: eine hohe Zehrung schützt, weil gebundener Sauerstoff Aromen nicht erreicht. Die gemessene Sauerstoffzehrung trennt Aufnahmefähigkeit von Schadensanfälligkeit.