Tartratfällung: Vorgang, kein Fehler

Der Maßstab

Eine erreichte Löslichkeitsgrenze bestimmt, wann Tartrat ausfällt: erst wenn Temperatur und Alkoholgehalt die gelöste Menge über das Lösliche hinaustreiben, bilden sich Kristalle.

Kriterien

  • Der Wein enthält Kaliumhydrogentartrat in übersättigter Lösung
  • Kälte oder steigender Alkoholgehalt senken die Löslichkeit
  • Es bilden sich Kristalle, die sich als Depot absetzen
  • Das Depot ist geschmacksneutral und steril

Abgrenzung

Tartratfällung ≠ Tartratstabilität: die Stabilität ist die Widerstandsfähigkeit gegen eben diese Fällung. Tartratfällung ≠ mikrobielle Trübung: die Kristalle sind steril und geschmacksneutral. Eine erreichte Löslichkeitsgrenze ist damit physikalische Ursache, kein Zeichen von Verderb.