Zuckerreife: eine Achse der Reife
Der Maßstab
Eine gemessene Zuckerreife nennt, was sie erfasst — die Zuckerkonzentration des Mostes — und tritt als eine Achse unter mehreren auf. Als alleiniger Reifebeleg überschätzt ein hohes Mostgewicht die Reife der Beere.
Kriterien
- Der Wert bezeichnet die Zuckerkonzentration, nicht die Reife der ganzen Beere
- Er wird als eine Reifeachse ausgewiesen, nicht als die Reife selbst
- Seine Grundlage — das Mostgewicht — ist benannt
Abgrenzung
Zuckerreife ≠ physiologische Reife: das Mostgewicht misst die Einlagerung, nicht den Zustand des Beerenkörpers. Zuckerreife ≠ Tanninreife: eine Beere kann süß und in den Gerbstoffen zugleich grün sein. Eine gemessene Zuckerreife bleibt daher eine Achse, kein Gesamturteil.