Maischestandzeit: Dauer, kein Zufall

Der Maßstab

Eine festgelegte Kontaktdauer legt vorab fest, wie lange die Maische steht, statt sie beliebig zu verlängern oder zu verkürzen. Fehlt die festgelegte Kontaktdauer, lässt sich die Extraktion nicht vom Zufall unterscheiden.

Kriterien

  • Die Dauer wird vor Beginn der Extraktion festgelegt
  • Sie wird je Cuvée einzeln bestimmt, nicht pauschal
  • Eine Verlängerung wird begründet, nicht beiläufig vorgenommen
  • Das Ergebnis wird an der beabsichtigten Extraktion gemessen, nicht am Zufall

Abgrenzung

Maischestandzeit ≠ Tanninqualität aus dem Weinberg: diese entsteht an der Rebe, die festgelegte Kontaktdauer bestimmt nur, wie viel davon in den Wein gelangt. Maischestandzeit ≠ Spontangärung: diese betrifft die Herkunft der Hefe, nicht die Kontaktzeit von Schalen und Saft.