Proteinbindung: Vorgang, kein Verfahren

Der Maßstab

Die nachgewiesene Proteinstabilität gilt erst, wenn eine Wärmeprüfung der Probe keine weitere Ausfällung mehr auslöst. Sie beurteilt das Ergebnis der Proteinbindung an der Trübungsneigung des Weins, nicht an der zugegebenen Menge eines Mittels.

Kriterien

  • Die Bindung überführt lösliche Proteine in ausfällbare Verbindungen
  • Ihr Erfolg zeigt sich an einer Wärmeprüfung, nicht an der Dosis
  • Sie ist ein molekularer Vorgang, kein festes Verfahren

Abgrenzung

Proteinbindung ≠ Schönung: Schönung ist ein Verfahren, das Proteinbindung gezielt auslöst. Proteinbindung ≠ Phenol-Protein-Interaktion: jene betrifft die Gerbstoffwahrnehmung, während die nachgewiesene Proteinstabilität das Ausbleiben ausfällbarer Proteine belegt.